Pflege-Bahr – wenn gesetzliche Leistungen nicht ausreichen

Da das gebotene Leistungsspektrum der gesetzlichen Pflegeversicherung im Ernstfall meist nicht ausreicht, wird immer häufiger eine private Pflegezusatzversicherung in Anspruch genommen. Ein Modell, welches Versicherte seit dem 1. Januar 2013 nutzen können, ist die Pflege-Bahr Versicherung. Diese geht auf den früheren Gesundheitsminister Daniel Bahr zurück und unterscheidet sich zu vergleichbaren privaten Policen dahin gehend, dass der Versicherungsnehmer staatliche Förderungen erhält.

So funktioniert die Pflege-Bahr

Wer die private Zusatzversicherung Pflege-Bahr abschließt, der erhält dafür monatlich eine Unterstützung vom Staat in Form einer Zulage. Die Pflege-Bahr hat sich als gutes Modell auch deshalb bewehrt, da der Gesetzgeber sie an bestimmte Kriterien geknüpft hat. So dürfen Versicherte von einer Versicherung nicht abgelehnt werden, weil sie eine bestimmte Vorerkrankung mitbringen. Auch andere Leistungsausschlüsse oder eventuelle Risikozuschläge dürfen dem Versicherten bei einem Pflege-Bahr-Modell nicht auferlegt werden. Zudem müssen von der privaten Pflegezusatzversicherung, je nach Pflegestufe, Leistungen in festgelegter Höhe erbracht werden. Die Versicherungsgesellschaft ist bei Einteilung in die Pflegestufe III zum Beispiel verpflichtet, dem Versicherungsnehmer mindestens 600 Euro monatlich auszubezahlen.

Fördervoraussetzungen für die Pflege-Bahr

Wie bei jeder anderen Versicherung auch, so müssen auch für die Inanspruchnahme eines Pflege-Bahr-Tarifs verschiedene Förderungsvoraussetzungen seitens des Versicherten erfüllt sein. Des Weiteren ist vor einem Vertragsabschluss individuell zu prüfen, ob das staatlich geförderte Modell den eigenen Pflegebedarf wirklich abdecken kann. Zu den Voraussetzungen, die für eine bezuschusste Pflegezusatzversicherung erfüllt sein müssen, zählt zum einen, dass der Versicherte das 18. Lebensjahr bereits erreicht hat. Weiterhin darf er bis zum Versicherungseintritt keine anderen Pflegeleistungen wegen einer Pflegebedürftigkeit oder einer Demenzerkrankung nach Pflegestufe 0 in Anspruch genommen haben. Bei dieser Förderungsvoraussetzung handelt es sich ausschließlich um den Bezug derartiger Leistungen.

Wurden diese lediglich bereits beantragt, ist der Versicherte nicht von der Zulagenförderung ausgeschlossen. Ebenso verpflichtet sich der Antragsteller, einen monatlichen Mindestbeitrag von 10,00 Euro in die Pflege-Bahr einzuzahlen. Dafür erhält er eine Förderung von 50 %. Da die meisten Versicherungsnehmer förderungswürdig sind, kommt die Pflege-Bahr für viele Menschen als privates Pflegezusatzversicherungsmodell infrage.

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